Der Mission Torus 270 Beleuchtungsring gehört für viele Autodarts-Setups zu den interessantesten Lösungen, vor allem wenn nur wenig Platz nach oben vorhanden ist oder wenn das Setup auch für Kinder gut nutzbar sein soll. Doch inzwischen gibt es eine wichtige Änderung: Der neue Mission Torus ist nicht mehr einteilig, sondern besteht aus zwei Teilen.

Genau das bringt neue Herausforderungen mit sich – vor allem dann, wenn man die originalen Halterungen wie gewohnt entfernen und den Ring sauber in ein DIY- oder Autodarts-System integrieren möchte.

In diesem Beitrag zeige ich euch:

  • woran ihr die alte und neue Mission Torus Version erkennt,
  • wo beim zweigeteilten Ring das eigentliche Problem liegt,
  • wie ich dafür eine neue Adapter-Lösung gebaut habe,
  • und wie sich das Ganze sogar mit dem Board of Silence von Automatenwagner kombinieren lässt.


Der Unterschied: Alter und neuer Mission Torus 270

Bisher war der Mission Torus 270 ein Ring aus einem Stück, der an einer Seite offen war. Diese ältere Version war vielen bereits bekannt und ließ sich mit den passenden Adaptern gut in ein Autodarts-Setup integrieren.

Die neue Version wurde von Mission Darts jedoch überarbeitet. Der Ring besteht jetzt aus zwei separaten Teilen, die oben über ein Verbindungsstück zusammengefügt werden.

Das ist auf den ersten Blick nicht unbedingt schlimm – sorgt aber bei der Montage für einen entscheidenden Unterschied.

So erkennt ihr, welche Version ihr habt

Wenn ihr schon einen Ring bestellt habt oder gerade auf eure Lieferung wartet, könnt ihr oft schon vorher erkennen, welche Variante ihr bekommt:

  • Alte Version: oben nur das Mission-Logo, kein zusätzliches Verbindungsstück
  • Neue Version: oben klar sichtbares Verbindungsteil, das beide Hälften zusammenführt


Das eigentliche Problem beim neuen zweiteiligen Mission Torus

Viele, die ihre Beleuchtungsringe in ein DIY- oder Autodarts-System einbauen, kennen das Problem mit den originalen Haltern:
Diese sitzen oft im Sichtfeld, können von Darts getroffen werden und sorgen dann dafür, dass die Pfeile abprallen oder unkontrolliert wegfliegen.

Deshalb werden diese Halter normalerweise entfernt.

Beim alten Mission Torus war das relativ unkompliziert. Beim neuen zweiteiligen Ring sieht das aber anders aus.

Der Grund ist das obere Verbindungsstück:
Dort läuft das Kabel durch eine Führung, und durch die Konstruktion lässt sich das Ganze nicht einfach so lösen, ohne dass man auf die Elektrik oder die Verklebung des LED-Strips achten muss.

Zusätzlich kommt dazu, dass der vorhandene Stecker nicht ohne Weiteres durchpasst. Weil ich an der Elektrik bewusst nichts verändern wollte, war klar:
Es braucht eine saubere mechanische Lösung.


Die Lösung: Neue Adapter für den zweiteiligen Mission Torus

Meine Lösung ist, die störenden Halter zu entfernen und den zweigeteilten Ring anschließend über neue 3D-gedruckte Adapter in das bekannte System einzulegen und festzuklemmen.

Das funktioniert vor allem deshalb so gut, weil bei meinen Systemen die Kamerahalter ohnehin bereits an der richtigen Position sitzen. Egal ob:

  • klassische Wandmontage mit Schablone oder PDF,
  • CNC-gefräste Holzplatte,
  • oder meine 3D-gedruckte Grundplatte.

Wenn die Kamerahalter korrekt sitzen, kann der neue Mission Torus einfach in die dafür angepassten Adapter eingelegt werden.

Was an den neuen Adaptern anders ist

Die neue Ringform des zweiteiligen Mission Torus unterscheidet sich leicht von der alten Version. Deshalb musste auch die Form der Adapter angepasst werden.

Die neuen Adapter:

  • werden wie gewohnt an den Kamerahaltern befestigt,
  • nehmen die beiden Ringhälften sauber auf,
  • werden mit einem Deckel verschraubt,
  • und halten den Ring dadurch sicher an Ort und Stelle.

Zusätzlich habe ich auf der Unterseite noch eine Möglichkeit vorgesehen, um das Doppelkabel mit einem Kabelbinder als Zugentlastung zu sichern. Dadurch sitzt alles ordentlich und das Kabel kann sauber an der Innenseite heruntergeführt werden.


Saubere Kabelführung und Stromversorgung

Nach dem Einlegen der beiden Ringhälften und dem Verschrauben der Deckel sitzt der neue Mission Torus fest im System. Das Kabel wird zusätzlich gesichert und kann so verlegt werden, dass es später kaum sichtbar ist.

Eine wichtige Änderung betrifft auch die Stromversorgung:
Der neue Mission Torus arbeitet jetzt mit USB bzw. USB-C.

Das hat Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • einfache Stromversorgung direkt über den PC möglich
  • moderne Anschlussart
  • bequem für Nutzer, die ohnehin alles am Rechner angeschlossen haben

Nachteile

  • wer den Ring nicht direkt am PC betreiben will, braucht ein zusätzliches Netzteil
  • ein kleines USB-Netzteil wäre als Beilage eigentlich praktisch gewesen

Unterm Strich ist der Anschluss alltagstauglich, aber je nach Setup sollte man das bei der Planung im Hinterkopf behalten.


Für wen ist der Mission Torus 270 besonders interessant?

Der Mission Torus hat einen klaren Vorteil: Er eignet sich besonders gut für Setups, bei denen wenig Deckenhöhe vorhanden ist.

Dann wird der Ring in der Regel so montiert, dass die Öffnung nach oben zeigt. Das macht den Bereich unter dem Board freier und ist auch dann praktisch, wenn zum Beispiel Kinder mitspielen und unten mehr Platz zum Herausziehen der Darts gebraucht wird.

In dieser Konfiguration sitzt die oberste Kamera typischerweise auf der 20, während die beiden anderen Kameras links und rechts unten positioniert sind.

Gerade deshalb passt dieses System so gut zu der Lösung, die ich im zweiten Teil des Videos zeige.


Board of Silence von Automatenwagner: Schallgedämmte Lösung für leises Dartspielen

Kommen wir zum zweiten großen Thema: dem Board of Silence von Automatenwagner.

Der Name verrät schon ziemlich gut, worum es geht:
Es handelt sich um ein schallgedämmtes Dartboard-Montagesystem, mit dem sich das Board deutlich leiser an der Wand befestigen lässt.

Das ist vor allem interessant für:

  • Wohnungen,
  • empfindliche Nachbarn,
  • Häuser mit Schlafräumen in angrenzenden Bereichen,
  • oder allgemein für alle, die möglichst wenig Körperschall in der Wand haben wollen.

Denn genau darum geht es hier:
Nicht nur der Klang im Raum, sondern vor allem die Schallübertragung durch die Wand wird reduziert.


Was ist beim Board of Silence anders?

Im Vergleich zu anderen Schallschutzlösungen arbeitet das Board of Silence etwas anders.

Während andere Systeme direkt an die Wand geschraubt werden, wird das Board of Silence eingehängt. Dadurch ist das komplette System weitgehend von der Wand entkoppelt.

Die Montage funktioniert so:

  • oben wird ein Bauteil an der Wand befestigt,
  • darunter kommt ein weiterer Haken,
  • das komplette System wird eingehängt,
  • und unten mit Gummibändern fixiert.

Dadurch sitzt alles sicher, lässt sich aber gleichzeitig auch wieder schnell abnehmen.

Das ist ein großer Pluspunkt, wenn man das Setup nicht dauerhaft fest installiert lassen möchte.


Meine Adapter-Lösung für das Board of Silence

Weil das Board of Silence einen eigenen Holzrahmen besitzt, musste die Befestigung der Kamerahalter hier anders gelöst werden als bei einer normalen Wandmontage oder einer gedruckten Grundplatte.

Dafür habe ich spezielle 3D-gedruckte Adapter entwickelt, die direkt an den vorhandenen Punkten des Systems befestigt werden können.

Die Montage ist dabei relativ simpel:

  • Adapter an die vorbereiteten Stellen setzen
  • mit M4-Schrauben befestigen
  • Kamerahalter auf den Adapter setzen
  • hinten über metrische Schrauben fixieren
  • vorne mit passenden Schrauben verschrauben

So entsteht eine saubere, stabile Basis für die Kamerahalter – passend zum restlichen System.


Das komplette System einfach einhängen

Sind alle drei Adapter montiert und die drei Kamerahalter befestigt, kann auch der Beleuchtungsring integriert werden. Anschließend wird das gesamte System einfach eingehängt.

Genau das ist eine der großen Stärken dieser Lösung:
Man kann das komplette Setup relativ schnell anbringen, wieder abnehmen und bei Bedarf erneut einhängen.

Das Ganze ist also nicht nur leise, sondern auch praktisch.

Vorteile des Systems

  • kaum Schallübertragung in die Wand
  • kein kompliziertes starres Wandsystem
  • schnell montiert und wieder abnehmbar
  • trotzdem sauber und stabil im Betrieb


Optik im fertigen Setup

Im aufgebauten Zustand wirkt das Ganze sehr sauber.
Sobald Dartboard und Surround montiert sind, sieht man vom eigentlichen Schallschutzsystem kaum noch etwas. Der Surround verdeckt die Technik weitgehend und das Setup wirkt ähnlich clean wie die anderen bekannten Varianten.

Gerade das war mir wichtig:
Nicht nur funktional, sondern auch optisch soll das Ganze weiterhin gut ins Gesamtbild passen.



Funktioniert das auch mit Autodarts?

Ja – und genau das war natürlich entscheidend.

Ich habe das Setup getestet und auch ein paar Darts geworfen. Die Erkennung funktioniert sauber, die Bewegungen werden korrekt erfasst und auch im Motion- beziehungsweise Dart-Tab sieht man, dass die Pfeile ordentlich erkannt werden.

Das System steht den anderen bekannten Lösungen also in nichts nach.

Das bedeutet:

  • saubere Erkennung,
  • stabile Kameraposition,
  • kompatibel mit Autodarts,
  • und gleichzeitig die Vorteile einer schallgedämmten Montage.

Nicht nur für Mission Torus: Auch andere Beleuchtungsringe sind möglich

Auch wenn das Video sich stark auf den neuen zweiteiligen Mission Torus konzentriert, ist die Lösung natürlich nicht darauf beschränkt.

Das System kann grundsätzlich auch mit anderen Beleuchtungsringen genutzt werden, zum Beispiel mit:

  • Target Corona
  • Winmau Plasma
  • komplett selbstgedruckten Beleuchtungsringen

Das gilt – wie gewohnt – auch in Kombination mit:

  • 3D-gedruckter Grundplatte
  • CNC-Holzplatte
  • klassischer Wandmontage

Der neue Mission Torus war nur der Auslöser dafür, die Adapter entsprechend weiterzuentwickeln.


Wo bekommt man die Adapter?

Die neuen Lösungen für den Mission Torus und für das Board of Silence findest du wie gewohnt bei mir:

  • im Onlineshop als fertige Lösung,
  • und für Selbstdrucker auch als 3D-Druckdatei im Cults3D-Paket

Wie immer gilt dabei:
Neue Entwicklungen und Weiterentwicklungen fließen bei mir nach Möglichkeit auch in die entsprechenden DIY-Dateien mit ein.

Zusätzlich findest du alles auch in der DIY-Linksammlung.

 


Fazit

Mit dem neuen zweigeteilten Mission Torus 270 hat sich zwar die Bauform verändert, aber das Problem lässt sich sauber lösen.
Durch die neuen Adapter kann der Ring weiterhin ordentlich in ein Autodarts-Setup integriert werden – ohne störende Originalhalter im Sichtfeld.

Besonders spannend wird das Ganze in Kombination mit dem Board of Silence von Automatenwagner. Damit bekommt man nicht nur ein funktionierendes Autodarts-Setup, sondern auch eine deutlich leisere und von der Wand entkoppelte Lösung.

Für alle, die:

  • wenig Deckenhöhe haben,
  • ein familienfreundliches Setup möchten,
  • oder Wert auf möglichst wenig Wandgeräusche legen,

ist diese Kombination definitiv eine sehr interessante Lösung.


Video zum Beitrag

Wenn du dir den kompletten Umbau und die Montage lieber im Video anschauen möchtest, findest du hier das passende YouTube-Video:

YOUTUBE VIDEO


Teile dein Setup

Wenn du die Lösung nachbaust, teile dein Ergebnis gerne mit mir:

  • im Discord
  • im Setup Showcase
  • oder in der Facebook-Gruppe

Ich bin gespannt auf eure Setups und euer Feedback.

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